Aktualisierung der Verpackungsbranche: Umstrukturierung von International Paper und Transparenz bei Nachhaltigkeitsansprüchen
Im ersten Quartal 2026 zeichneten sich bedeutende Entwicklungen in der globalen Verpackungsindustrie ab, die laufende strategische Anpassungen und eine verschärfte Prüfung nachhaltiger Praktiken widerspiegeln.
1. International Paper kündigt strategische Aufspaltung an
International Paper, ein führender globaler Anbieter von Verpackungslösungen, bestätigte am 29. Januar 2026, dass es seine Geschäftstätigkeit durch die Ausgründung seines Geschäftsbereichs für Europa, den Nahen Osten und Afrika (EMEA) in eine eigenständige börsennotierte Gesellschaft reorganisieren wird, während es eine dedizierte Nordamerika-Einheit beibehält .
Die geplante Trennung folgt der Übernahme des britischen Verpackungsunternehmens DS Smith durch International Paper im Jahr 2025. Laut der offiziellen Unternehmensmitteilung sollen die neuen regionalen Strukturen den operativen Fokus, maßgeschneiderte Investitionsstrategien sowie die langfristige Werteschaffung für beide Geschäftseinheiten stärken. Der Abschluss der Transaktion wird innerhalb der nächsten 12 bis 15 Monate erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.
Als Reaktion auf die Ankündigung stieg der Aktienkurs von International Paper stark und verzeichnete einen nahezu 7-prozentigen Anstieg im Pre-Market-Handel , was das Vertrauen der Anleger in die Umstrukturierungsstrategie unterstreicht.
2. Transparenzbedenken hinsichtlich Angaben zu recycelten Verpackungen
Eine kürzlich von europäischen Medien durchgeführte Untersuchung zeigt, dass zahlreiche Produkte, die als mit „recyceltem“ oder „kreislauffähigem“ Kunststoff verpackt gekennzeichnet sind, nach wie vor überwiegend primären, fossilen Kunststoff enthalten, was Bedenken hinsichtlich der Transparenz gegenüber Verbrauchern weckt.
Experten haben bestimmte Rechnungslegungspraktiken kritisiert, wie etwa die Massenbilanz-Allokation, die es ermöglichen kann, einen minimalen Anteil recycelter Input-Materialien als vollständig recycelten Inhalt zu vermarkten. Angesichts der geplanten regulatorischen Änderungen der EU im Jahr 2026 und ähnlicher britischer Gesetzgebung im Jahr 2027 bestehen weiterhin Bedenken, dass die derzeitigen Regelungen solche Praktiken unbeabsichtigt zulassen könnten und damit nachhaltige Bemühungen untergraben könnten.
Die Ergebnisse verdeutlichen anhaltende Herausforderungen bei der gewährleistung der Authentizität von Nachhaltigkeitsbehauptungen , und betonen die Notwendigkeit klarerer Standards sowie nachprüfbarer Kennzahlen bei der Kommunikation zum Anteil recycelter Materialien.
📌 Wichtige Erkenntnisse für Verpackungsexporteur:innen:
Strategische Umstrukturierungen bei führenden multinationalen Unternehmen spiegeln einen Branchentrend hin zu regionaler Spezialisierung und struktureller Effizienz .
Eine zunehmende Überprüfung von Nachhaltigkeitsbehauptungen signalisiert einen Wandel hin zu stärkerer politischer und verbraucherseitiger Nachfrage nach Transparenz .

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